2026 Pia Alhanoun
Treppen, Brücken, Türen der sozialen Hierarchie – Transformation von Gegenüber-Gesellschaft zu mehr Offenheit und Handlungsmöglichkeiten
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Hierarchien zeigen sich in der Trennung zwischen „dem Chef da oben“ und „dem Mitarbeiter da unten“ oder zwischen „dem Menschen, der die Stadtarchitektur definiert“ und „dem ekligen Krabbeltier und Unrat“. Diese ungleichen Beziehungen basieren auf hierarchischen Ordnungsstrukturen, die maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben. Das menschliche Streben nach Dominanz sowie das tief verankerte Verlangen nach der Unterwerfung des eigenen Umfeld werden untersucht und mögliche Gegenmaßnahmen erforscht. Dabei wird ein Weg gesucht, die sogenannte Gegenüber-Gesellschaft (eine Gesellschaft, die sich durch soziale Spannungen wie Abgrenzung und Polarisierung definiert) zu transformieren und hin zu einem kollektiven Denken zu entwickeln.
In einem Workshop wurde ein erster Ansatz erprobt. Im Mittelpunkt stand das gemeinschaftliche Zusammenleben von Menschen und Tieren in Städten, eine oft unbeachtete, aber alltägliche Thematik. Empathie und Perspektivwechsel dienten dabei als Grundbausteine, um eine innovative und multiperspektivische Lösungsfindung zu fördern und moderne Krisen nachhaltiger zu bewältigen. Diese Krisen wurden nicht nur allgemein betrachtet, sondern auch gezielt auf das Individuum bezogen, um die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken.
Offenheit, Empathie sowie die Reflexion der eigenen Rolle und Möglichkeiten erwiesen sich als essenzielle Werkzeuge, um hemmende Hierarchiestrukturen zu transformieren und eine empathiegetriebene Gesellschaft zu fördern, die Veränderungen begünstigt und damit zur Lösung von Krisen beiträgt.
Studiengang
Transformation Design (MA)
Betreuung
Prof. Ulrich Fleischmann, Carolin Martinitz