2026 Chrlotte Resch
Hass ist politisch – Antifeministische Ideologien an Schulen. Eine gesellschaftliche Einordnung und wie Aufklärung als essentieller Teil der Prävention genutzt werden kann
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Antifeministische Positionen rücken seit einigen Jahren verstärkt in gesellschaftliche Debatten. Sichtbar wird dies etwa in polarisierenden Äußerungen aus der Politik und in sozialen Medien, die antifeministische Narrative verbreiten und für viele junge Menschen schnell zugänglich machen.
Die Masterarbeit „Hass ist politisch“ greift diese Entwicklung auf und untersucht Antifeminismus als gesellschaftliches und pädagogisches Problem. Antifeminismus richtet sich gegen emanzipatorische Bewegungen und betrifft damit Frauen ebenso wie die LGBTQAI-Community. Er ist häufig Teil extrem rechter und autoritärer Ideologien und arbeitet mit dichotomen Weltbildern, die Menschen und Sachverhalte in „richtig“ und „falsch“ einteilen. Die Leipziger Autoritarismus-Studie zeigte 2024, dass rund ein Viertel der in Deutschland lebenden Menschen ein antifeministisches Weltbild aufweisen.
Gerade im pädagogischen Kontext gewinnt das Thema an Bedeutung, da dort unter anderem traditionelle Rollenbilder auf antifeministische Inhalte aus digitalen Medien treffen. Es fehlt jedoch oft an verständlicher Aufklärung und an konkreten Handlungsoptionen für Fachkräfte. Die Masterarbeit entwickelt daher ein Workshop-Konzept, das Antifeminismus einordnet, Zusammenhänge zu rechten Ideologien sichtbar macht und pädagogischen Fachkräften ermöglicht, einrichtungsspezifische Strategien zu erarbeiten. Ziel ist neben Prävention und Aufklärung auch der Schutz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor Radikalisierung.
Studiengang
Transformation Design (MA)
Betreuung
Prof. Dr. Doris Binger, Prof. Dr. Simon Goebel